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Die Bremer Stadtmusikanten neben dem Rathaus - hier werden Hufe blank und Wünsche wahr!

Die Stadtmusikanten sind DIE Sehenswürdigkeit Bremens - nicht selten herrscht hier Gedränge und wer für ein Einzelfoto neben der Statue posieren möchte, muss oft anstehen.

Es ist erstaunlich, wie schnell sich die vier Tiere diesen Bekanntheitsgrad erarbeitet haben, zählen Sie unter den Bremer Sehenswürdigkeiten doch eher zu den Newcomern: vom Künstler Gerhard Marcks gefertigt, wurden sie 1953 aufgestellt. Zunächst allerdings zur Probe, denn die Bremer konnten sich mit den Stadtmusikanten nicht so recht anfreunden. Vor allem gefiel Ihnen der Standort nicht, schließlich streckten Esel, Hund, Katze und Hahn dem Rathaus ihre Allerwertesten entgegen. Umdrehen war auch keine Lösung, erzählte doch das Märchen davon, wie die Tiere aufeinander gestellt in die Räuberhütte hinein brüllten - und niemand wollte das Rathaus mit einer Räuberhütte gleichgesetzt wissen.

Nachdem die Stadtmusikanten ein Jahr lang testweise am heutigen Standort verbrachten hatten, hatten sich die Bremer dann doch an ihren Anblick gewöhnt und wollten sie nicht wieder hergeben: Es wurde Geld gesammelt und die Statue erworben. Zum Glück, denn heute sind sie weltbekannt und für Millionen Menschen das Symbol für das weltoffene Bremen, in dem Besucher gern gesehen sind. 

Dabei hat die Geschichte einen klitzekleinen Haken: Die Bremer Stadtmusikanten sind eigentlich nie in Bremen angekommen! Im Märchen der Brüder Grimm ziehen die vier Tiere zwar gemeinsam los um in Bremen Stadtmusikanten zu werden, bleiben dann aber in der Räuberhütte im Wald, deren Bewohner sie mit viel Radau vertreiben. Wenn überhaupt, haben die Stadtmusikanten Bremen also eigentlich nur von Weitem gesehen. Eine Tatsache, die man so natürlich nicht stehen lassen konnte und so hatte man großes Glück, einen Beweis zu finden: Bei Ausgrabungen in der Böttcherstraße wurden versteinerte Eselknochen gefunden - die können selbstverständlich nur vom Esel der Stadtmusikanten sein! 

Die Hufe des Esels zu umfassen soll übrigens Glück bringen! Wer also die Stadtmusikanten besucht, sollte die Gelegenheit nutzen und sich mit geschlossenen Augen etwas wünschen. Wichtig ist dabei, unbedingt BEIDE Hufe mit BEIDEN Händen zu umfassen - wer nur eine Hand um einen Huf legt wird postwendend von den Bremern verspottet: “Dort schüttelt wieder ein Esel dem anderen die Hand”.

Übrigens: Seien Sie nicht enttäuscht, die Bremer Stadtmusikanten sind kleiner als es sich die meisten Gäste vorstellen! Man hört sogar häufiger die Frage, ob es noch eine "richtige Statue" gäbe - vielleicht am Stadtrand? Gibt es nicht, jedenfalls nicht in dieser bekannten Variante. Neben der berühmtesten Darstellung von Gerhard Marcks gibt es nämlich tatsächlich noch viele weitere - halten Sie beim Altstadtbummel einfach die Augen offen, dann werden Ihnen Esel, Hund, Katze und Hahn auf Schritt und Tritt begegnen!


Verkehrsverbindungen:
Straßenbahn: 2,3
Haltestelle: Obernstraße
Straßenbahn: 4,6,8
Bus: 24, 25
Haltestelle: Domsheide

 

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