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Von Abwasser bis Werder Bremen - Die spannendsten Themenmuseen in Bremen

Altes Pumpwerk - Was passiert eigentlich nach dem Betätigen der Toilettenspülung?

Das alte Pumpwerk ist Baudenkmal, Museum und Veranstaltungszentrum in Einem: das stillgelegte Pumpwerk im Stadtteil Findorff pumpte seit 1915 die Abwässer Bremens ab und wurde nach der Inbetriebnahme des neuen Hauptpumpwerks nebenan zu einem Museum für Abwassergeschichte umgebaut. 

Die sehenswerte Ausstellung in der alten Maschinenhalle wird von ehemaligen Mitarbeitern des Unternehmens hansewasser betreut, die in Führungen alles über Seuchen und Schiete, Hygiene und Technik erzählen. Was bedeutete es, wenn die Schiete im Mittelalter einfach in die Weser gekippt wurde - unmittelbar neben dem Wasserrad, das die Stadt mit vermeintlich frischem Wasser versorgte? Wie veränderte sich die Toilette vom Abtrittserker über das Plumpsklo zur sterilen Keramikschüssel? Außerdem wird die Geschichte von Schieten-Alfes erzählt, einem Bremer, der tatsächlich aus Schiete Gold machte und mit der Verarbeitung von Fäkalien zu Dünger Millionär geworden sein soll.

Ein Highlight ist der Besuch des Kanals - extra fürs Museum gemauert, ist er sauber und gut ausgeleuchtet. Dennoch, wer sich gebeugt hindurch bewegt, denkt fortan anders über die Arbeit, die hinter all dem steckt, über die Umwelt und über den Luxus, den eine Spültoilette eigentlich bedeutet. Und der nächste Toilettengang ist nicht mehr ganz so selbstverständlich...

jeden 1. Montag im Monat, 16-19 Uhr

Altes Pumpwerk e.V.
Salzburger Straße 12
28219 Bremen
0421 988 1111
[email protected]
www.altespumpwerk.de


Antikenmuseum im Schnoor - Die bedeutendste private Sammlung griechischer Vasen in Deutschland

Seit 2005 werden in der Marterburg im Schnoor-Viertel griechische Vasen präsentiert, die das Herz von Antikefreunden höher schlagen lassen. Das Ehepaar Zimmermann hat eine beachtliche Sammlung attischer Vasen und Ölgefäße zusammengtragen, die einen interessanten Einblick in die Glanzzeit Athens von 560-350 v.Chr. ermöglicht. Besucher können über die präzise Maltechnik staunen, in die auf den Vasen erzählten Geschichten eintauchen und einen Eindruck vom Leben in Athen vor 2500 Jahren bekommen. 

Sa 12-17 Uhr (im Juli und August geschlossen)

Antikenmuseum im Schnoor
Marterburg 55-58
28195 Bremen
0421 6393540
[email protected]
www.antikenmuseum.de



Bremenhalle - Die Meilensteine der Bremer Luft- und Raumfahrt mit Blick auf das Rollfeld

Neben der Besucherterrasse auf dem Dach des Terminal 3 des Bremer Flughafen befindet sich mit der Bremenhalle eine Ausstellung zur Luft- und Raumfahrt in Bremen.
Besucher können hier zwischen Originalexponaten wandeln und zum Beispiel der Junkers W33 Bremen - D1167 ganz nah kommen. 1928 schaffte das Flugzeug den ersten Flug von Europa nach Nordamerika und eröffnete damit den Luftweg über den Atlantik von Ost nach West. Neben der BREMEN können zahlreiche weitere historische Fundstücke und Dokumente besichtigt werden, die im Zusammenhang mit dem Flug stehen.


Täglich 10-18 Uhr

Flughafen Bremen GmbH
Flughafenallee 20
28199 Bremen
0421-55950
www.bremenflug.de


Bremer Rundfunkmuseum - Wie war das eigentlich, als es noch kein Internet gab?

Die neuesten Nachrichten direkt aufs Smartphone, Filme online abrufen und weltweite Radiosender übers Internet hören - heute eine Selbstverständlichkeit.

Doch wie erfuhr man vor 90 Jahren, was in der Welt los war? Was kostete es, 1954 einen der ersten Fernseher zu besitzen und wie viele Nachbarn kamen vorbei, um zusammen vor einem DIN-A4 großen, grauen Bullauge Deutschland Fußballweltmeister werden zu sehen? Was musste alles passieren, damit aus riesigen Grammophonen winzige Ipods wurden und aus kleinen Röhrenfernsehern mit drei Schwarz-Weiß-Sendern wandfüllende Flatscreens mit hunderten Kanälen?

Im Bremer Rundfunkmuseum kümmern sich passionierte Funker und Radio-Sammler um eine beeindruckende Sammlung von der Musiktruhe Borgwards über Übertragungsgeräte Radio Bremens bis zu den Studiogeräten der "Comedian Harmonists". Regelmäßig gibt es Sonderveranstaltungen wie Hörspielabende oder Flohmärkte für Rundfunkbegeisterte, außerdem können alte Geräte zur Reparatur gebracht werden und die Experten besorgen alte Schaltpläne und Ersatzteile.


Di-Do und So 10-15 Uhr (nicht an Feiertagen)

Bremer Rundfunkmuseum e.V
Findorffstraße 22 - 24
28215 Bremen
0421-35 74 06
[email protected]
www.bremer-rundfunkmuseum.de



Focke-Windkanal - der Traum vom Fliegen, realisiert in einem Hinterhof

Beim Focke-Windkanal handelt es sich um das einzige vollständig erhaltene Labor des Bremer Luftfahrtpioniers Henrich Focke. Der Mitbegründer der Focke-Wulf-Werke und Konstukteur des ersten richtigen Hubschraubers baute das Fluglabor 1960 eigenhändig in einer alten Tischlerei, um aerodynamische Versuche durchzuführen.

Nach der Wiederentdeckung des Labors 1997 wurde es liebevoll restauriert und ist heute wieder voll funktionsfähig - als Besucher fühlt man sich, als hätte Henrich Focke nur mal kurz den Raum verlassen. Der Windkanal, in dem Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 km/h erzeugt werden können, wird heute wieder von Schulen und Universitäten für Versuche genutzt. 

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter erläutern in Führungen die Funktionweise des Strömungskanals, geben Einblicke in das Büro und die Werkstatt Fockes und vermitteln Wissen zur Geschichte der Fliegerei. Besonders beeindruckt der Einfallsreichtum Fockes, der mit fünf schlichten Haushaltswaagen und einigen Drähten zu präzisen Ergebnissen kam - ganz ohne Computer.


jeden 1. Sonntag im Monat
12-17 Uhr

Focke-Windkanal
Das Fluglabor befindet sich im Garten des Hauses (Kellereingang rechts)
Emil-Waldmann-Straße 4
28195 Bremen
[email protected]
www.focke-windkanal.de



Krankenhaus-Museum - was ist eigentlich verrückt? 

In einem alten Hofgebäude der psychiatrischen Anstalt ist das Krankenhaus-Museum untergebracht, dass dazu einlädt, sich mit der Geschichte der Psychiatrie auseinanderzusetzen. Historische Behandlungsutenisilien veranschaulichen, wie sich die Behandlungsformen über die Jahrzehnte verändert haben, Schilderungen von Patienten, Ärzten und Pflegekräften beleuchen das Thema aus unterschiedlicher Sicht. Ein eigenes Kapitel widmet sich der Psychitarie und Gesundheitspolitik der Nationalsozialisten


Mi-So 11-18 Uhr

Züricher Straße 40
28325 Bremen
0421 4081757
[email protected]
www.krankenhausmuseum.de



Museum für Netztechnik - Wie funktioniert die Stadt?

Im alten Umspannwerk am Wehrdamm in Hastedt lässt sich die Geschichte der Bremer Versorgungsnetze erleben: Wann brannte die erste Gaslaterne, ab wann gab es fließendes Wasser und wie wurde es warm in den Häusern? Wo kommt der Strom her und wer liefert das Bremer Trinkwasser? Die Dauerausstellung beschäftigt sich mit Strom, Wasser, Gas und Wärme, daneben gibt es Sonderausstellungen zu speziellen Themen.

Mittwochs 15-17 Uhr
oder nach Vereinbarung

Adern der Stadt e.V.
Hastedter Osterdeich 239
28207 Bremen
[email protected]
www.adern-der-stadt.de


Schulmuseum Bremen - Noch mal die hölzerne Schulbank drücken

Bremens Schulgeschichte wird in einem historischen Schulgebäude in Hastedt erfahrbar gemacht: Zwischen alten Holzbänken, Griffeln und Schreibtafeln geht es um die Entwicklung der Pädagogik im Allgemeinen und das bremische Schulwesen im Speziellen. Hier wird deutlich, wie viel sich in den letzten hundert Jahren beim Lernen und Lehren geändert hat und wie unterschiedlich in den einzelnen Epochen gearbeitet wurde. 
Schwerpunkte bilden die Reformpädagogik der 20er Jahre, die nationalsozialischte Unterrichtsidee und der darauf folgende Neubeginn sowie die jüngere Schulgeschichte. 


Mo, Di und Fr, 9-14 Uhr
Mi und Do 9 -16 Uhr

Schulmuseum Bremen
Auf der Hohwisch 61-63
28207 Bremen
0421 6962330
[email protected]
www.schulmuseum-bremen.de



Das Depot - Straßenbahnmuseum: Bremen als Dorf mit Straßenbahn

Wie fühlt es sich an, eine Straßenbahn zu steuern? Woher weiß ein Straßenbahnfahrer, ob eine Weiche richtig gestellt ist? Im Depot in Sebaldsbrück können Besucher ausprobieren, ob sie eine Straßenbahn fahren könnten und in die Rolle eines Schafffners schlüpfen, der mit einer Lochzange Ticket für Ticket entwertet. Es wird erklärt, wann die letzte Pferdebahn fuhr, wie Oberleitungen an Häusern befestigt werden und wie es war, als die Straßenbahn auch nach Findorff fuhr. Vom Verein werden auch Fahrten mit historischen Bahnen angeboten, die sich mit einem Besuch des Museums verbinden lassen.

jeden 2. Sonntag im Monat 11-17 Uhr

Freunde der Bremer Straßenbahn e.V.
Schloßparkstraße 45
28309 Bremen
0421 55967642
[email protected]
www.fdbs.net



Tischlerei-Museum - Eine verstecktes Fabrikensemble im Bremer Viertel

Wer das Tischlerei-Museum im Ostertor betritt, fühlt sich sofort um hundert Jahre zurückversetzt: in der Maschinenhalle lärmen die historischen Maschinen, überall liegt Holzspäne und gemalte Schilder an den Wänden mahnen die Mitarbeiter, Pausen zu machen. Auf den Werkbänken liegen alte Lappen, Hobel und Flaschen mit Beize und Schellack. Ehrenamtliche der Tischler-Innung führen die einzelnen Maschinen vor und erklären, wie früher zum Beispiel die unterschiedlichen Formen der Handläufe für Bremer Treppenhäuser entstanden.

Fast wirkt es, als hätten die früheren Mitarbeiter die Tischlerei nur kurz verlassen - und tatsächlich hat man das Ensemble fast vollständig wieder entdeckt, die alten Maschinen restauriert und wieder in Betrieb genommen. Besucher können die alte Damfmaschine, einen Leimofen und eine Furnierpresse von 1900 entdecken.


Sonntags, die einzelnen Termine werden auf der Webseite veröffentlicht

Tischlerei-Museum
Köpkenstraße 18/20
28203 Bremen
0421 171703
[email protected]
www.tischlerei-museum.de



Wuseum - Werder Bremen Museum: Zeitreise durch die Vereinsgeschichte

In diesem Museum schlägt das Werder-Fan-Herz höher! Präsentiert werden 120 Jahre Vereinsgeschichte von der Gründung des Vereins auf dem Bremer Stadtwerder 1899.  Besucher können sich mit der Meisterschale und dem DFB-Pokal fotografieren, Originaltrikots der bekanntesten Spieler betrachten und in Filmen die emotionalen Höhepunkte der Vereinsgeschichte nacherleben 

Besonderes Ausstellungsstück ist eine Muffe, die im Kabel "Karola" für einen Kurzschluss sorgte, weshalb sich das Auftaktspiel der Bundesligasaison 2004/2005 um satte 66 Minuten verzögerte. Die 42.500 Fans vertrieben sich die Zeit geduldig mit Fan-Gesangs-Duellen. Mit seinen liebevoll zusammengetragenen historischen Plakaten und den vielen Raritäten ist es dabei nicht nur für Fußballfreunde interessant. 


Mo-Fr 12-17:45 Uhr
Sa, So, feiertags 12-15:45 Uhr


WUSEUM - Werder Bremen Museum
Franz-Böhmert-Straße 1 c
0421 434590
[email protected]
http://www.werder.de

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