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Geballte Bremer Geschichte - die kultur- und naturhistorischen Museen in Bremen

Bleikeller - Acht Mumien und viele haarsträubende Geschichten

Vom Bibelgarten neben dem Dom führen einige Stufen hinab in den so genannten Bleikeller, in dem acht Mumien in ihren verglasten Särgen zu besichtigen sind. Die erste von ihnen wurde 1698 in der Ostkrypta des Domes entdeckt, in der damals die Bleiplatten für das Domdach gelagert wurden. 
Zu ihr gesellten sich über die Jahrhunderte weitere Mumien, über die die Mitarbeiter des Bleikellers die absurdesten Geschichten erzählen können. Da ist der Dachdecker, der angeblich vom Domdach stürzte, in dessen Genick man aber beim Röntgen keinen Bruch sondern stattdessen eine Kugel fand. Der "englische Offizier", der eigentlich ein schwedischer Verwalter ist und dessen Frau, die zur "schwedischen Gräfin" wurde. Und dann sind da noch die schauerlichen Mumifikationsexperimente: eine Katze, ein Affe und der Tagelöhner, der sich bereit erklärte, sich für Kost und Logis nach dem Tod hier beisetzten zu lassen.

Bremenlotsen-Highlights: Die Geschichte des Schriftstellers Dr.Nikolaus Meyer, der vergeblich versuchte den hoch verehrten Goethe nach Bremen zu locken - indem er ihm den Finger einer Mumie schickte! 

April bis Oktober
Mi-Fr 10-16:45 Uhr

Im Juli und August
Mo-Fr 10-16:45 Uhr
Sa 10-13:45 Uhr
So 12-16:45 Uhr

St. Petri Dom Bremen
(Eingang rechts vom Haupteingang, durch den Bibelgarten)
Sandstraße 10-12
28195 Bremen
0421 365040
www.stpetridom.de


Dom-Museum Bremen - Mittelalterliche Schätze in kirchlichen Gewölben

Ganz am Ende des rechten Seitenschiff des Doms können Besucher in einem romanischen Raum mit Wandmalereien aus dem 13.Jahrhundert einen Blick auf Exponate aus 900 Jahren Dombaugeschichte werfen.
Im Anbau befinden sich weitere Räume des Dom-Museums, das 1987 eingerichtet wurde, um Funde aus acht mittelalterlichen Bischofsgräbern aufzunehmen, die bei Renovierungen im Dom entdeckt wurden. Unter den üppigen Grabbeigaben waren die goldene Krümme eines Bischofsstab, Schmuck und Silberkelche.
Auch die seidenen Bischofsgewänder konnten restauriert werden und zählen mit historischen Büchern aus der Dombibliothek und dem "Schmerzensmann" vom Lucas Cranach zu den sehenswerten Ausstellungsstücken.

Mo-Fr 10-16:45 Uhr
Sa 10-13:30 Uhr
So 14-16:45 Uhr

Dom-Museum Bremen im St.Petri Dom (Zugang durch das Hauptportal des St. Petri Doms)
Sandstr. 10-12
28195 Bremen
0421 - 33 47 142
[email protected]
www.stpetridom.de

Bremenlotsen-Highlights: Die 800 Jahre alten, erstaunlich gut erhaltenen Bischofsgewänder aus feinster Seide.


Focke-Museum - Bremer Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte

Im Focke-Museum kann man der Frage nachspüren, wie Bremen wurde, was es ist: 1200 Jahre Geschichte gilt es im "Gedächtnis der Stadt" zu entdecken.
Im modernen Haupthaus des Focke-Museums findet sich vom Originalkopf des Rolands bis zu Borgwards "Leukoplastbomber" alles, was die Geschichte der Stadt sichtbar macht. Tausende bislang verborgener Schätze wurden 2003 in einem innovativen Schaumagazin in ganz besonderer Sortierung zugänglich gemacht. In der großzügigen Parkanlage des Museums sind außerdem vier historische Gebäude zu besichtigen, z.B. das Haus Mittelsbüren, das mitsamt des Dorfes dem Bau der Bremer Stahlwerke weichen musste.
Neben zahlreichen Veranstaltungen von Vorträgen bis zu Konzertreihen in "Fockes Pavillon" lockt auch das Café „Focke’s" im Eichenhof.

Bremenlotsen-Highlights: Der riesige Original-Kopf des Rolands im Eingangsbereich und das Schaumagazin mit seiner faszinierend geordneten Unordnung.

Di 10-21 Uhr
Mi-So 10-17 Uhr

Focke-Museum
Schwachhauser Heerstraße 240
28213 Bremen
0421 6996000
[email protected]
www.focke-museum.de


Hafenmuseum Speicher XI - Im alten Speicher durch die Bremer Hafengeschichte

Im Hafenmuseum kann man sprichwörtlich durch die Hafengeschichte spazieren - mit Filzpantoffeln können Besucher kreuz und quer über ein Luftbild des Hafens laufen und entdecken, wie sich dieser über die Jahre verändert hat. Anhand einzelner Biografien werden Themen wie Weserkorrektion und Hafenbau erlebbar gemacht, man erfährt, wie es war, als der erste Container ankam und sieht die vielen Werkzeuge und Berufe, die plötzlich unnötig wurden. Und wie war das eigentlich wirklich mit der Hafenromantik zwischen harter Arbeit, Heimweh und Kneipe?

Bremenlotsen-Highlights: Das Hafenalphabet, das alte Hafenbegriffe erklärt und die wunderbar emotionalen Interviews mit alten "Seebären".

Di-So 10-18 Uhr

Hafenmuseum Speicher XI
Am Speicher XI 1
28217 Bremen
0421 3038279 www.hafenmuseum-speicherelf.de/


Heimatmuseum Schloss Schönebeck

Schon die Anfahrt ist hochherrschaftlich: am Rande des Schönebecker Auetals, mitten in der  sogenannten "Bremer Schweiz" thront das ehemalige Wasserschloss, das heute das Museum Schloss Schönebeck beherbergt. In dem prachtvollen Fachwerk-Backstein-Gebäude, dem einzigen erhaltenen Adelssitz Bremens, werden Exponate zur alten Schiffahrt und dem Vegesacker Walfang ebenso ausgestellt wie Keramik aus einheimischer Produktion, Jugendstilfliesen und historisches Spielzeug.

Di, Mi, Sa 15-17 Uhr
Sonntag 10:30-17 Uhr

Heimatmuseum Schloss Schönebeck
Im Dorfe 3-5
28757 Bremen
0421 62 34 32
[email protected]
http://www.museum-schloss-schoenebeck.de


Ludwig Roselius Museum - Kunst und Kunsthandwerk im altbremischen Bürgerhaus

Mitten in der Böttcherstraße und damit in unmittelbarer Marktplatznähe liegen die Museen Böttcherstraße, zu denen neben dem Paula-Modersohn-Becker-Museum auch das Roselius-Haus gehört. Kaffeekaufmann Ludwig Roselius ließ das Haus von 1588 als Museum im Kaufmannshaus umbauen. Dem Aufbau des Hauses folgend wird von der Diele über den Treppensaal bis in den Oberlichtssaal gehobene bürgerliche Wohnkultur gezeigt: Besucher können über die bemalte Ledertapete genauso staunen wie über Renaissance-Gemälde und den Silberschatz der Schwarzen Häupter von Riga.

Bremenlotsen-Highlights: Die Cranach-Porträts von Martin Luther und Katharina von Bora, die nächtliche Flaneure der Böttcherstraße durch die Fenster direkt anzuschauen scheinen und das Bildnis einer Dame, die ihren Kaffee aus der Untertasse trinkt und uns damit zeigt, warum es nicht Unterteller heißt! 

Di-So 11–18 Uhr
montags geschlossen
an Feiertagen abweichende Öffnungszeiten


Museen Böttcherstraße
Paula Modersohn-Becker Museum
Ludwig Roselius Museum
Sammlung Bernhard Hoetger
Böttcherstraße 6–10
28195 Bremen
0421 3388222
[email protected]
www.museen-boettcherstrasse.de


Übersee-Museum: Südsee, Asien, Übersee - mitten in Bremen

Das Überseemuseum ist ein Museum für Naturforscher und Weltenbummler mit Fernweh: Hier kann man sich im Lichthof auch bei Bremer Schmuddelwetter auf einer Pazifikinsel wähnen oder durch den asiatischen Regenwald wandern. Über die Seidenstraße geht es in asiatische Megacities und in der neuesten Ausstellung lockt eine Safari durch die afrikanische Lebensräume. Zurück in "Bremen - Handelsstadt am Fluss" widmen sich die letzten Staionen der Hafenstadt mit ihrem Warenumschlag. 

Als erstes europäisches Museum eröffnete das Übersee-Museum Bremen 1999 ein Schaumagazin, dass sich im Gebäude des benachbarten Kino Cinemaxx befindet. Im Übermaxx wird ein Großteil der über 1 Million Obkjekte des Museums für Besucher zugänglich gemacht, darunter das Tafelsilber des Norddeutschen Lloyd und ein Fischhautanorak.


Di-Fr 9-18 Uhr
Sa-So 10-18 Uhr
Während der Bremer Schulferien: Di-So 10-18 Uhr

Übersee-Museum Bremen
Bahnhofsplatz 13
28195 Bremen
0421 160380
[email protected]
www.uebersee-museum.de

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