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Die leckersten Bremer Spezialitäten - und wo man sie kaufen kann

Bremer Senatskonfitüre - Brötchen schmieren wie im Rathaus

Mit der Bremer Senatskonfitüre bekommt jeder die Gelegenheit, sein Frühstücksbrötchen so zu genießen, wie es die Senatoren im Bremer Rathaus tun. Hier kommt nämlich beim dienstäglichen Senatsfrühstück seit 2006 nur noch die speziell für dieses Frühstück hergestellte Konfitüre vom Martinshof Bremen auf den Tisch. Die Politiker waren so begeistert von der Konfitüre der Behindertenwerkstätten, dass der Martinshof für seine Kreation fortan den Namen "Senatskonfitüre" verwenden durfte und die Konfitüre den Auftakt zur Senatsproduktlinie vonm Senatskaffee über Senatshonig bis Senatswein bildete.

Die handgefertigte Senatskonfitüre gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen, darunter Waldbeere mit Portwein und Cassis, Rhabarber-Orange-Minze-Gelee oder Erdbeer-Rosmarin. Zu echten Verkaufsschlagern haben sich auch Apfel-Ingwer, Erdbeer-Limette und Tomate-Orange entwickelt. Wer es traditioneller mag, findet mit den Bremer Stadtmusikanten-Konfitüren einfachere Sorten wie Birne, Blaubeere oder Erdbeere.

Die Konfitüre kann neben vielen anderen Produkten vom Martinshof im City Shop am Marktplatz (Am Markt 1) oder im Airport-Shop am Flughafen erworben werden.

Bremer Senatswein - Die goldene Oktobersonne, eingefangen im süßen Wein

Seit 2001 gibt es im Bremer Ratskeller neben Weinen aus allen deutschen Anbaugebieten auch einen echten Bremer Wein. Die Bremer sind stolz, dass auf ihrem eigenen Grund und Boden ein süßer Dessertwein angebaut wird - Gilt der Norden Deutschlands nicht gerade als ideal für den Anbau von Weinen dieser Art. Und tatsächlich haben die Bremer ein ganz klein wenig geschummelt und kurzerhand einen Weinberg an der Mosel zum Teil ihres Bundeslandes gemacht. Die Stadt Bremen, der der Ratskeller gehört, erwarb einen Weinberg am “Erdener Treppchen”, einer der bekanntesten Steilhanglagen der Welt, hisste dort die Speckflagge und lässt dort einen Wein anbauen, wie man ihn von Bremen niemals erwartet hätte.

Laut Kellermeister Krötz ist es ein Wein, der gut zu Bremen passt, mit einem bescheiden klingenden Namen aber dennoch voller Kraft, Substanz und zurückhaltender Eleganz - ganz hanseatisch also! Der Riesling Spätlese hat eine hohe Edelsüße und Sprizigkeit, mit Aromen von Ananas und Grapefruit. Der Kellermeister empfiehlt, den süßen Wein für 20 Jahre einzulagern und zu einem wahren Schatz reifen zu lassen.

Der Senatswein vom Bremer Weinberg ist eine Rarität unter den Weinen vom “Erdener Treppchen”: jährlich gibt es nur etwa 900 Flaschen, die exklusiv über den Bremer Ratskeller und den Martinshof zum Beispiel im Stadtweinverkauf (Schoppensteel 1) und im Martinshof City Shop (Am Markt 1)  erhältlich sind.

"Braune Blätter" von Hachez

1890 gründete der in Antwerpen ausgebildete Chocolatier Joseph Emile Hachez in seiner Heimatstadt Bremen die Firma Hachez, die bis heute in der Bremer Neustadt Schokolade produziert. Berühmt wurde die Marke ab 1923 mit den "Braunen Blättern": Firmeninhaber Otto Hasse hatte sich im Herbst von bunten Blättern inspirieren lassen und diese in Schokolade gießen lassen. Neben den heimischen Ahorn-, Eichen-, Birken-, Linden- und Buchenblätter ließ er in Erinnerung an den regen Weinhandel Bremens seit dem Mittelalter Weinblätter anfertigen und alle Blätter gemeinsam in die Schachtel häufen, als hätte der Wind sie gerade zusammenwirbelt. 

Die Blätter wurden zu einem Bremer Verkaufsschlager und ein beliebtes Souvenir aus der Hansestadt, aber auch 
viele Bremer kennen sie seit der Kindheit, als Oma immer eine Schachtel auf dem Schrank liegen hatte, um von Zeit zu Zeit auf einen Stuhl zu steigen und den Enkelkindern ein Blatt anzubieten. Viele der Enkel haben heute in ihren Büroschubladen selbst eine Schachtel Brauner Blätter parat, aus der sie den Kollegen von Zeit zu Zeit ein Blättchen anbieten.

Die Produkte von Hachez sind deutschlandweit erhältlich, in Bremen kauft man sie stilecht in der alten Stoevesandt-Diele am Bremer Marktplatz (Am Markt 1). Wer einen Großeinkauf plant, wird beim Fabrikverkauf (Westerstraße 32) glücklich. 


Bremer Babbeler - Die vielleicht schönste Art, den Mund zu halten...

"Hol din Babbel" sagt der Bremer, wenn er möchte, dass jemand den Mund hält. Bei Kindern erreicht man dies am besten, wenn man ihnen einen Babbeler in die Hand drückt, denn die etwa 15 cm lange Pfefferminzlutschstange sorgt für eine ganze Weile Stille. Bremer Kindern wetteifern seit Generationen, den Babbeler besonders spitz zuzulutschen, ohne das er abbricht. 

Erfunden wurde der Bremer Babbeler 1886 von einem Waller Konditormeister und Bonbonkocher namens Adolf Friedrich Bruns. Gab es früher einige Hersteller der Pefferminzlutschstange, sind heute noch zwei Familienbetriebe übrig: In Vegesack stellt der mittlerweile über 80jährige Enkel des Erfinders Bruns noch immer den Original Bremer Babbeler her - mit uralten Methoden und Maschinen. Während Bruns seine etwas flacheren, bernsteinfarbenen Babbeler noch wie früher in Pergamentpapier verpackt, produziert die Firma Germann in der Neustadt runde Stangen in Folie. Germann stellt außerdem auch Bremer Babbeler Bonbons und den Pfefferminzlikör “Hol din Babbel Schluck” her.

Den Bremer Babbeler bekommt man in vielen Geschäften der Bremer Altstadt, aber auch in jeder guten Bremer Apotheke. Denn der Babbeler ist, wenn es nach den Bremern geht, ein echtes Arzneimittel: Das "längste Hustenbonbon der Welt" wird dennoch meist von kerngesunden Bremern und ihren Gästen verzehrt. 

Handgemachte Bonbons aus der Bremer Bonbonmanufaktur

Die Bremer Bonbonmanufaktur verströmt seit 2009 in der Böttcherstraße ihren verführerisch-süßen Duft: In Handarbeit werden hier auf traditionelle Weise Bonbons hergestellt. Die kleine Manufaktur hat sich schnell zur Attraktion gemausert, weil man den Bonbonmachern bei ihrer konzetrierten Arbeit zugucken kann. Inhaberin Sabine Marquardt, zog aus Süddeutschland nach Bremen und lernte auf dem Weg hierher ihr Handwerk im schwedischen Gränna - dem Herkunftsort der rot-weißen Zuckerstangen. 

Maschinen sucht man in der Manufaktur natürlich vergebens: die Zuckermasse wird im Topf auf 150 Grad erhitzt und dann vor den Augen der Besucher auf die Marmorplatte gegossen. Nun geht alles ganz schnell, denn die Masse darf nicht zu stark abkühlen - geschützt durch hitzebeständige Handschuhe wirbeln die Profihände den Bonbonklumpen nun am Haken in der Wand immer wieder umher. Die Bonbons werden durch dieses Ziehen schön glänzend und innen milchig. Wieder zurück auf der Marmorplatte wird der Zuckerteig ausgerollt und schließlich mit der Presse in Kissen gestanzt - 1200 Stück entstehen so auf einen Schlag, Sorte für Sorte, von Buttermilch-Zitrone bis Himbeer-Wasabi. Dicht gedrängt stehen die großen Gläser mit über 100 verschiedenen Sorten in den Regalen hinter der alten Kasse und dürfen allesamt probiert werden - mit etwas Glück sind sie sogar noch warm und damit besonders lecker!

Die Bonbons werden ausschließlich in der Manufaktur im Handwerkerhof der Böttcherstraße (Böttcherstraße 8) verkauft, Nachschub gibt es auch über den Onlineshop.

Übrigens: Auch wer die große Kunst des Bonbonmachens einmal selbst probieren möchte ist in der Bonbonmanufaktur richtig! Nach Ladenschluss finden Workshops statt - perfekt auch für den Kindergeburtstag!

Bremer Kluten - Der frische Pfefferminzgeschmack vom Freimarkt

Kluten heißt eigentlich nicht anderes als Klumpen und tatsächlich handelt es sich bei den Bremer Kluten um kleine Klumpen aus Pfefferminzfondant, die etwa so groß sind wie zwei Stücke Würfelzucker und zur Hälfte mit Schokolade uberzogen sind. Die schwarz-weißen Steinchen waren Generationen von Bremer Kindern untrennbar mit dem Bremer Freimarkt verbunden: Die "fünfte Jahreszeit" brachte neben Zuckerwatte und Liebesäpfel auch die Bremer Kluten auf den Jahrmarkt. 

Heute werden die Bremer Kluten ganzjährig in vielen Geschäften der Altstadt angeboten. An ihrer schönen Unregelmäßigkeit erkennt man die in Handarbeit hergestellten Kluten, wie sie z.B. in der Konditorei im Schnoor (Marterburg 32)  hergestellt werden. Hier gibt es auch das "Bremer-Kluten-Eis" und im dazugehörigen 
Café im Amtsfischerhaus (Schnoor 31-34) wird der "Bremer-Kluten-Eisbecher" serviert.


Schnoorkuller - Nuss-Nougat-Kugeln aus dem ältesten Viertel Bremens

"Schnoorkuller" wurden ursprünglich die runden Steine in den kopsteingepflasterten Gassen des Schnoorviertels genannt, heute bezeichnet der Begriff eine der jüngeren Bremer Spezialitäten aus dem Schnoorviertel. Hier fertigt Riza Tosun in seiner Konditorei im Schnoor seine patentierten Baiser-Nougat-Kugeln umhüllt von Vollmilch-Schokolade und frisch gerösteten, gemahlenen Haselnüssen. Die Schnoorkuller können in der Konditorei im Schnoor (Marterburg 32) oder in der zugehörigen Bäckerei im Schnoor (Am Landherrnamt 7) erworben werden. In der Konditorei und im Café im Amtsfischerhaus (Schnoor 31-34) gibt es außerdem eine weitere Eigenkreation der Konditorei: die Schnoorkullertorte.


Bremer Kaffeebrot - nicht nur zum Kaffee ein Genuss!

Das knusprige Bremer Kaffeebrot ist eine alte Bremer Gebäckspezialität, die von echten Bremern in den Kaffee oder in den Tee gestippt und dann gegessen wird - es schmeckt aber auch ganz pur.
Die Herstellung von Kaffeebrot ist eigentlich recht simpel: Kleine Hefeteigstangen werden zu Kaffeebroten gebacken, die dann in dünne Scheiben geschnitten werden. Jede Scheibe wird mit flüssiger Butter bestrichen, mit Zucker und Zimt bestreut und mit der gezuckerten Seite nach oben auf einem Blech liegend im Ofen zu einer Art Zwieback geröstet. Kaffeebrot kann man zum Beispiel in der Bäckerei im Schnoor (Am Landherrnamt 7) und in der Konditorei im Schnoor (Marterburg 32) kaufen. 


Bremer Kaffeebohnen - die besten Bremer Zutaten

Kaffee, Schokolade und Kakao - diese drei Komponenten sind für sich genommen schon verführerisch genug und sind allesamt untrennbar mit der Handelsstadt Bremen verbunden.
Kein Wunder also, dass es eine Bremer Spezialität gibt, die Zartbitterkuvertüre, Kaffeebohnen und Kakao aufs Feinste vereint! Bremer Kaffeebohnen sind edle Kaffeebohnen, die von mehreren Schichten Zartbitterschokolade umhüllt werden und zum Abschluss in Kakao gewälzt werden.

Hergestellt werden die Bremer Kaffeebohnen in liebevoller Handarbeit, zum Beispiel in der Confiserie Schriefer in Findorff (Hemmstraße 103).





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