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Das Birgittenkloster – Ein Ort der Stille im quirligen Schnoorviertel

Seit 2002 ist es möglich, mitten im Herzen der Bremer Altstadt in einem Kloster zu übernachten – das Birgittenkloster findet sich im Schnoorviertel. Und zwar ausgerechnet in dem Gebäude, das auf den ersten Blick am wenigsten aussieht wie ein Kloster!

Ein türkis-orangefarbener Neubau in der Kolpingstraße – nicht unbedingt das, was man sich vorstellt, wenn man an ein Kloster denkt. Das Birgittenkloster im Schnoorviertel ist noch jung und so wurde es auch gestaltet – klare Linien in strahlenden Farben. Doch auch der Bezug zur Geschichte wird deutlich: Neben dem Eingang hängen Plaketten, die die Klostergründungen des Birgittenordens im 20.Jahrhundert aufführen. Dem ursprünglich schwedischen Orden, 1346 von der heiligen Birgitta gegründet, gehören heute weltweit über 600 Schwestern an – sieben von ihnen leben in Bremen. Zum Orden gehört das Verlassen des Herkunftslandes und so kommen die Nonnen des Schnoorviertels z.B. aus Italien, Mexiko und Indien. Markantester Teil des Gebäudes ist der türkisfarbene Turm, in dem der Gästetrakt untergebracht ist. Bis zu achtzehn Gäste können in den einfachen, aber gemütlichen Zimmern unterkommen, über den Dächern des Schnoors frühstücken und von hier aus die Stadt erkunden oder am klösterlichen Leben teilhaben.

Die Nonnen leben im niedrigeren, terrakottafarbenen Bau – zwischen der Arbeit für die Gäste und dem Gebet, gemäß dem Grundsatz “ora et labora”.
Die Gründung des Birgittenklosters war die erste Klostergründung in Bremen seit dem Mittelalter – in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Klosters St.Johann, dessen erhaltene Kirche nur einen Steinwurf entfernt liegt und deren türkisfarbenes Kupferdach und terrakottafarbene Backsteinmauern zur Farbgebung des neuen Klosters inspirierten.

Im Inneren ist das Birgittenkloster schlicht und hell skandinavisch gestaltet. Auch die Kapelle macht mit ihrer zurückhaltenden Möblierung und dem filigranen Kreuz keine Ausnahme. Einziger Schmuck sind die Buchseiten in den Fenstern der Kapelle mit dem Gebet der heiligen Birgitta und die Darstellung des Kreuzes, das die Nonnen auch auf dem Kopf tragen: drei weiße Leinenstreifen mit fünf roten Punkten, die die Wundmale Christi symbolisieren.